Foto: W. Rauneker/BUND

Im Jahr 2016 erwarb die Stadt Überlingen das Gelände westlich der historischen Silvesterkapelle mit dem Ziel, es in die Landesgartenschau 2020 zu integrieren und später der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein Jahr später erschien die „Krefelder Studie„, in der auf ein dramatisches Insektensterben hingewiesen wurde: So ging die Biomasse aller Insekten seit den 1980er Jahren um 75% zurück!

 

Diese erschreckenden Zahlen waren u.a. der Anlass, dass Mitglieder der Überlinger Umweltgruppen von BUND und NABU eine Gelegenheit sahen, auf dem weitgehend naturbelassenen Gelände eine „alternative“ Insekten.Garten.Schau einzurichten und zu zeigen, wie in jedem Garten durch einfache Maßnahmen und originelle Ideen das Insektenleben gefördert werden kann – in reizvollem Kontrast zu den strengen Formen einer „klassischen“ Gartenschau.

Foto: Martin Herbst

Blütenpflanzen und Insekten haben sich in 120 Millionen Jahre gemeinsam entwickelt und sind untrennbar miteinander verbunden und aufeinander angewiesen. Ohne Insekten gäbe es keine Bestäubung, weder Obst noch Gemüse, Früchte oder Wein. Drei Viertel aller landwirtschaftlichen Produkte hängen direkt von Insekten ab. Sie sind die Nahrungsbasis für viele Vogelarten, Fledermäuse, Kleinsäuger, Amphibien und Reptilien.

 

 

Eine Wildblumenweise wurde angelegt, Nisthilfen und Lebensräume für Insekten geschaffen: Wildbienenhaus, Trockenmauer, Sandbiotop („Sandarium“), Stein- und Ziegelpyramide, Totholzhaufen, Benjeshecke und  Käferkeller.

 

 

Außerdem werden Nistkästen und Vogelhäuschen gezeigt.

Ein Projekt der Überlinger Umweltgruppen von BUND und NABU - gefördert von